Jagd / Ausbildung

Jagdbausbildung Mathias
 
Die (Jagd) Leidenschaft unseres Hundes hat sich seit längerem auch auf uns übertragen und so hat Mathias nach langer Vorbereitung dieser Tage sein "Grünes Abitur" bestanden und kann nun unseren Ajamu tatkräftig bei der Jagd unterstützen.
 

 


Ausbildung für die Brauchbarkeitsprüfung am 23.07.2011
 

Am 13.03.2011 trafen wir uns zum Ersten Mal um 10.00 Uhr zur Ausbildung.

Es fand ein allgemeines Kennenlernen statt. Aufstellung der Hunde. Begrüßung durch die Jagdhornbläser und den Vorsitzenden des KJV. Vorstellung der Mensch-Hund-Teams und Erklärung über den Ablauf des weiteren Kurses. Danach ging die Fahrt ins Übungsgelände. Es wurde Leinenführigkeit geübt, Ablegen und Bleiben, allgemeiner Gehorsam. Eine erste kleine Fährte wurden gelegt und ausgearbeitet. Anfänglich wurde dann nochmals Gehorsam geübt und nach ein paar Wochen wurden dann noch für die „große“ Prüfung zusätzlich Schleppen gezogen und Freiverlorensuchen (mit Wasserarbeit) geübt. Zum Abschluss jeden Übungssonntages hat dann immer ein anderer ein Vesper vorbereitet um den Übungstag  bei einem gemütlichem Beisammensein ausklingen zu lassen. Dadurch hat sich eine sehr schöne Gemeinschaft gebildet. Jeder kannte die Stärken und die Schwächen der jeweiligen Teams und am Prüfungstag hat wirklich jeder mit jedem mitgefiebert.
 

Unsere Prüfung fand am 23.07.2011 statt und folgende Fächer wurden abgefragt:

  1. Standruhe: Der Hund muss abliegen oder absitzen, danach wird im Wald geschossen und ein Treiben nachgeahmt. Der Hund darf keine negative Reaktion zeigen.
      
    Hier hatte Ajamu immer so seine Problemchen, nicht mit dem Schießen, sondern einfach mit dem -an einem Fleck über mehrere Minuten ruhig sitzen zu bleiben-
     
    Am Prüfungstag allerdings erhielt er die volle Punktzahl für sein braves Verhalten.
     

  2. Fährte: Der Hund arbeitet die ca. 400m Übernachtfährte aus. Wenn er das Stück dann gefunden hat, -muss er ca. 2 m davon entfernt abliegen-. Der Führer entfernt sich außer Sicht und holt denn Hund dann wieder ab. Der Hund muss währenddessen ruhig am Stück liegen bleiben und darf auf keinen Fall zum Stück zurückgehen und dieses anschneiden.
     
    Unsere Prüfungsfährte wurde gleich dadurch erschwert dass auf dem Weg zum Anschuß ein Bock wechselte und Ajamus volle Aufmerksamkeit auf den Bock gerichtet war. Nach ein paar Meter Fährte hat er auch gleich noch diesen Bock wieder aus dem Einstand herausgetrieben und musste ein paar Minuten zur Ruhe gezwungen werden. Leider hat Mathias ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so richtig geglaubt, dass Ajamu der Wundfährte folgt, sondern gedacht, Ajamu folgt lieber dem Lebendstück. LEIDER, denn Ajamu war lt. Richter voll auf der Schweißfährte, nur Mathias hat ihn immer wieder heruntergeholt, somit liefen beide ca. 100m parallel zur Fährte. Am letzten Abzweig kam Ajamu dann wieder direkt auf die Fährte und ist die letzten 150m direkt zum Stück gekommen. Er hat sich ohne Probleme am Stück ablegen lassen, Mathias ist mit den Prüfern außer Sicht und konnte ihn dann nach ein paar Minuten wieder abholen. 
     
    Für die Schweißarbeit gab es Punktabzug und für das Verhalten am Stück die volle Punktzahl.

     

  3. Leinenführigkeit: Hier muss der Hund an der lockeren Umhängeleine am Fuß dem Führer durch die Bäume folgen, wenn dieser stehenbleibt muss sich der Hund daneben absetzen.
     
    Dieses Fach hat ihm bisher immer am wenigsten Schwierigkeiten bereitet und auch am Prüfungstag haben die Zwei hierfür die volle Punktzahl erhalten. 
     

  4. Schicken und schießen: Der Hund wird zum Stöbern losgeschickt (er muss sich ca. 30 – 40 m vom Führer entfernen) daraufhin fällt ein Schuss, wobei der Hund keine Reaktion zeigen darf. Auf Abruf (Pfiff oder Ruf) muss er dann direkt zum Führer zurückkommen.
     
    Dieses Prüfungsfach war für mich immer der Horror, denn ich habe viele, viele Monate daran gearbeitet, dass Ajamu nicht mehr in die Felder zum Suchen geht und nun wurde er auch noch von seinem Führer dazu aufgefordert!! Für Ajamu das Paradies und für mich jedes Mal eine Zitterpartie, zum Glück blieb Mathias immer sehr gelassen. Während der Übungen hat Ajamu uns auch wirklich eines Besseren belehrt. Er sprang wie ein junger Rehbock in den Feldern rum und suchte wie ein Besessener  Auf Pfiff von Mathias hat er auf den Pfoten kehrt gemacht und ist direkt zu ihm zurückgekommen mit Vorsitzen und Abliegen.
     
    Am Prüfungstag hat er seine Freiheit dann etwas zu sehr genossen und kam nicht gleich beim ersten Pfiff zurück. Erst auf Ruf (Ajamu hier her) hat er sich dann auf den Weg gemacht. Er lief dann aber direkt zu Mathias ist vorgesessen und dann noch abgelegen. Woraufhin er angeleint wurde und am Fuß zum Auto gegangen ist.
     
    Hier gab es dann für das wiederholte Abrufen nicht die ganze Punktzahl.
     
      

Für uns war dieser Kurs eine unglaublich schöne und lehrreiche Erfahrung. Wir haben dadurch sehr viele nette Menschen kennengelernt und sind um viele Erfahrungen reicher geworden. Mathias hat durch die Prüfungsfährte gelernt: Vertraue immer deinem Hund! Und wird diese Erfahrung auf allen weiteren Fährten mitnehmen. 

 

   
Mathias hat die Urkunde von unserem Ausbilder überreicht bekommen mit den Worten: „Ein großer Hund mit kleinen Schwächen.“

 


 
Ajamu und das Apportieren:

 
Meine bisherigen Versuche Ajamu das Apportieren beizubringen sind immer kläglich daran gescheitert, dass er absolut keinen Dummy ins Maul nehmen wollte. Wochenlange Versuche, mit einem Futterbeutel und diversen anderen Dummys, gab ich auf.
Als ich dann vor ein paar Monaten die Hundeschule wechselte mit dem Schwerpunkt auf jagdliche Erziehung, meinte die Trainerin dass das Apportieren eine gute Beschäftigung für ihn wäre. Ich erklärte ihr die Problematik und wollte es aber unter professioneller Leitung nochmals versuchen. Das Grundkommando "zu mir" mit absitzen wurde eingeübt und hat dann auch gut geklappt nur die diversen Dummys wurden allesamt verschmäht. Da kam mir der Gedanken, an eine Stoffente, die noch fast unbenutzt im Schrank lag. 
Damit habe ich dann einen ersten Versuch im Garten gestartet - und siehe da, Ajamu zeigte Interesse und brachte mir die Ente "mal mehr mal weniger", aber er hat sie wenigstens ins Maul genommen!!!
 
Auf alle Fälle mal ein Anfang. "Ajamu ist diesbezüglich ein sehr zäher Bursche", aber es besteht doch noch Hoffnung - wie die Bilder zeigen.
 

jagdapp   jagdapp   jagdapp   jagdapp
 


Fährtentraining am 03.04.2010 in Baden-Baden

 
Wir machten uns auf den Weg nach Baden-Baden zum geliebten Fährtentraining. Insgesamt wurden sechs Fährten gelegt,  4 Schweißfährten und 2 Futterfährten. 

Ajamu wurde wie gewohnt am "Anschuß" abgesetzt und dann von Mathias herangerufen. Eine Gehorsamsübung, die -seltsamerweise- nur in Verbindung mit dem Jagdtraining gut funktioniert (In der Stadt will das nicht so recht klappen).

Anfänglich meinte Ajamu -wie schon die letzten Male- OK das wars, jetzt schnüffeln wir aber wieder etwas im Wald herum.
Deshalb holte Mathias ihn nochmals zum Anschuß mit der Aufforderung zum "suchen". Dies wiederum veranlasste Ajamu dann sich schnellstens auf die Fährte zu begeben!? (Man muss die Hunde nicht immer verstehen, oder?)
Das Wundbett wurde verwiesen. Kurz darauf blieb er stehen, zögerte, "fiepste" und wollte nicht direkt weiter. Wir sahen, dass ein ganzes Stück vor uns Sauen gebrochen hatten. Ajamu umging das Ganze in einem Linksbogen und arbeitete sich dann aber wieder auf die Fährte. Eine weitere Hürde lag in der Wegüberquerung, da die Fährte ca. 20 Meter am Weg entlang erst wieder in den Wald führte. Aber auch diese Hürde meisterte er -zu unserer aller Freuden- mit Leichtigkeit.
Ajamu zeigte heute (auch für mich als großen Kritiker!) eine sehr gute Leistung.
 
Fortsetzung folgt.
 

Ausbildungswochenende RR Arbeitsgemeinschaft Jagdhund
18./19.07.2009 

Ajamu konnte an diesem Wochenende nach vielen Futterfährten seine erste Schweißfährte arbeiten. 

Er hat am Samstag sehr konzentriert und schnell gearbeitet. Worauf die Fährte am Sonntag etwas länger und schwieriger gelegt wurde. Kurz nach dem "Anschuß" sprang links vor Ajamu ein Hase aus der Wiese, den er vor lauter Konzentration gar nicht bemerkte, aber den Geruch ... dadurch war er schon etwas abgelenkt. Als wir dann in den Wald kamen, driftete er immer wieder nach links ab, obwohl die Fähre rechts lag, nach ein paar weiteren Metern sprang Wild vor uns weg und wir wussten weshalb Ajamu so sehr nach links wollte. Nach einer kurzen Aufregung konnte Mathias ihn aber wieder auf die Fährte bringen und er arbeitetet das letzte Stück noch sehr konzentriert.  

Bilder


fährte und jagd...

beim ersten Gespräch im Sadikifu-Kennel kam auch die Frage auf was wir denn evtl. mit dem Hund vorhaben – Ausstellungen, Züchten, Hundesport …. Damals sagte ich noch in meiner Naivität, kommt drauf an was der Hund für Eigenschaften mit sich bringt, tja unser Ajamu hat uns schon bald gezeigt, dass seine Eigenschaften die eines Jagdhundes sind…. Wir wollten das ganze nicht so wahrhaben, da wir mit der Jagd bisher nichts am Hut hatten, doch die ganze Sache nahm so eine Dynamik an, dass mir klar war, da muss was geschehen.

Bei einem -meiner vielen- Gespräche mit unserer Züchterin Sybille Becker nannte die mir die Adresse von Ulli Schnitzer, den ich daraufhin gleich anrief, denn meine Verzweiflung war groß. Er hörte sich geduldig mein "Gejammer" an und schlug mir dann ein Treffen in unserer Nähe vor.
Seine erste Futterfährte arbeitete Ajamu so konzentriert, zielstebig und mit Freude, dass uns die Entscheidung ihn diesbezüglich auszulaseten nicht sehr schwer viel.  

Im September 2008 haben wir dann ein Wochenendseminar der RR-AG-Jagdhund besucht und seither sind wir Feuer und Flamme und natürlich Mitglied. Wir trainieren seither regelmäßig mit Ulli Schnitzer und es macht unheimlich viel Spaß, ob Fährte oder Stadt.

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